Lasst uns froh und munter sein

seasons 2

Das nahende Weihnachtsfest macht uns bewusst, wie schnell das Jahr vergangen ist. Unsere englischen Kollegen verschicken zu dieser Zeit gerne „Seasons’s Greetings“ – ich habe mich immer schon gefragt, ob dort Weihnachten als „Season“, also „Jahreszeit“ angesehen wird.

Und das hat uns dann veranlasst über die Jahreszeiten in Verbindung mit B2B Marketing und B2B Marktforschung nachzudenken. Überraschenderweise scheinen Jahreszeiten wenig Beachtung im B2B Marketing zu finden. Man nimmt sie halt wie sie kommen, aber etwas damit anfangen ist nicht.

Wir wissen aber zum Beispiel, dass der Verkauf von Jahreszeit zu Jahreszeit stark variieren kann. Für viele Unternehmen (einschließlich dem Unsrigen) ist das letzte Quartal des Jahres die umsatzstärkste Periode. Grund ist oft das Budget: da gibt es noch einen Rest, den man im alten Jahr verbrauchen möchte. Die Abgrenzungen in der Buchführung bereiten Buchhaltung und –prüfern meist sehr viel Arbeit.

Andere Unternehmen sind aus wetterbedingten Gründen abhängig von der Jahreszeit. Energielieferanten haben naturgemäß im Winter einen höheren Bedarf zu decken, Lieferanten im landwirtschaftlichen Sektor, z. B. von Maschinen oder Düngemitteln haben ihren Saisonhöhepunkt dagegen eher im Frühjahr. Gleiches gilt für Baustoffe.

So weit so gut und nicht wirklich neu. Was aber, wenn wir Ihnen sagen, dass die Jahreszeiten Auswirkungen auf die Stimmung und dadurch auf das Antwortverhalten in Befragungen haben können?

Um das herauszufinden, haben wir uns 815 B2B-Studien vorgenommen, in denen wir jeweils die Wahrscheinlichkeit abgefragt haben, mit der man Lieferanten weiterempfehlen würde. Die Frage also, die zum berühmten Net Promoter Score führt.

Wir konnten feststellen, dass im Winter durchschnittlich bessere Bewertungen gegeben werden, insbesondere im Vergleich zum vorangehenden Herbst.

Jahreszeit
Durchschnittlicher Net Promoter Score
Winter
31
Sommer
29
Frühling
28
Herbst
21
Gesamtanzahl der Studien
815
Durchschnitt
28

Was macht uns im Herbst missmutiger? Ist es der Gedanke an die langen dunklen Tage, die uns erwarten? Und was macht uns dann im Winter großzügiger in unserer Bewertung? Kann es sein, dass es schon die Aussicht auf den Frühling ist? Oder ist es, weil wir großherziger und „spendabler“ sind?

Denken wir doch einmal darüber nach, während wir unsere Füße am Kamin wärmen und unsere Glühwein schlürfen.

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